Corona-Informationen für Geflüchtete in einfacher Sprache

Die Corona-Zeit ist für viele Menschen eine schwere Situation. Besonders trifft es Menschen, die bereits psychisch vorbelastet sind. Dazu zählen vor allem die vielen unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und junge Erwachsene, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind.

Weil sie sich nicht frei bewegen dürfen, kann das Entreißen von wichtigen Routinen (Schule, Arbeit, …) zusammen mit der sozialen Distanzierung alte Wunden aufreißen. Oft fühlen sich Menschen, die Inhaftierung und Folter erlebt haben oder sich verstecken mussten, nun erneut eingesperrt. So kann die aktuelle Zeit als besonders bedrohlich wahrgenommen werden. Zudem ist die erneute Trennung von neuen Freunden und Verwandten nach der langen Trennung durch die Flucht besonders schwer. Aufgrund der Sprachbarriere schürt Uninformiertheit schnell weitere Ängste.

Verständliche Informationen in leichter Sprache

Damit man diesen Menschen gute – und vor allem nicht zusätzlich angstmachende (!) – Informationen an die Hand geben kann, hat ein Team aus Ärzten und Therapeuten Corona-Informationen in verschiedene Sprachen übersetzt:

Die Infozettel sind digital auf Arabisch, Persisch, einfachem Englisch, einfachem Französisch, einfachem Deutsch und Kurdisch-Kurmandschi erhältlich. Falls nötig, ist es auch möglich, Sprachnachrichten der Texte zu erhalten, insbesondere dann, wenn Analphabetismus oder Sehbehinderungen vorliegen. Ab sofort können Sie die Übersetzungen unter info@orientierung-m.de bei uns anfordern. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Corona-Infos“.

So können Sie die beruhigenden Informationen und wertvollen Tipps für die Zeit der Isolierung über WhatsApp oder E-Mail an Ihre Bekannten weiterleiten oder auch ausgedruckt zusenden. Wenn Sie die Informationen per Post weitergeben möchten, schicken Sie doch eine mutmachende Karte mit. Christliche Postkarten erhalten Sie übrigens in unserem Medienangebot!

Komplexere Sachinformationen über Corona finden Sie zusätzlich hier in 10 Sprachen.

 

Weitere Hilfe in der Corona-Zeit

Was Sie sonst noch für Kinder- und Jugendliche in der Corona-Zeit tun können, erfahren Sie hier.

Während dieser Phase ist es wichtig, dass Sie jungen Menschen eine Struktur, Halt und regelmäßigen Kontakt geben. Zeigen Sie außerdem „Du bist (mir) wichtig! Ich interessiere mich für dich und dein Wohlergehen!“ Ebenso können Sie zu einem regelmäßigen Alltag, mit mindestens drei festen Mahlzeiten ermutigen und – sofern es in Ihrem Bundesland erlaubt ist – auch zu regelmäßigen Spaziergängen, Radtouren oder Joggingrunden. Beim Spazierengehen kann man wunderbar telefonieren. Vielen Jugendlichen tut auch Musik gut. Teilen Sie doch fröhliche und mutmachende Lieder. Ungeachtet der Ausgangssperren sind Fitnessübungen in den eigenen vier Wänden eine gute Alternative. Bewegung schützt vor Depression und Lagerkoller – übrigens nicht nur bei Jugendlichen… In unserem Medienangebot finden zusätzlich christliche Medien, die Sie weitergeben können.

Auf YouTube finden Sie viele christliche Musikvideos in verschiedenen Sprachen. Auch diese können Ihren Bekannten helfen, die schwere Zeit zu durchstehen.

Kennen Sie übrigens die Telefonandachten in 13 Sprachen?

 

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

 

Ihr Orientierung: M – Team