Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat in einer Studie im Jahr 2007/2008 bundesweit in 61 Städten und Landkreisen 45.000 Neuntklässler zwischen 14 und 16 Jahren befragt.

 

Das Ergebnis zeigt, dass muslimische Migrantenkinder umso stärker zu Gewalt neigen, je religiöser sie sind. Bei christlichen Altersgenossen ist das Gegenteil der Fall: je christlicher, umso weniger sind diese gewaltbereit. Bei nicht religiösen Muslimen sind 8,7% gewaltbereit (aus christl. Hintergrund 7,7%); bei sehr religiösen Muslimen sind 10,2% gewaltbereit (sehr religiöse Christen 4,3%). Die höchste Gewaltbereitschaft ist bei sehr religiösen jugendlichen muslimischen Männern mit 23,5% festzustellen. Unter anderem leidet die Streifenpolizei erheblich darunter.

Muslimische Verbände sehen allerdings keinen Grund zur Selbstkritik, da sich das mit ihren Erfahrungen nicht decke. Mögliche Erklärungen für den Zusammenhang zwischen Islam und Gewalt könnten laut Welt.de folgende sein: 1. Muslimische Jugendliche erleben sich als Randgruppe und neigen daher zu mehr Gewalttätigkeit und identifizieren sich zugleich als Randgruppe stärker mit dem Islam. 2. Diese muslimischen Jugendlichen erleben zu Hause und in den Moscheen Vorbilder und Lehren, die ein gewalttätiges Verhaltensmuster bestärken („Macho-Kultur“). Diese zweite Deutung wird von islamischen Verbänden abgelehnt. Die Ingetrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, äußerte, dass Imame und islamische Religionslehrer unbedingt in Deutschland ausgebildet werden müssten.

(Quellen: www.welt.de; www.idea.de; www.abendblatt.de und andere)

 

Orientierung 2010-03; 10.07.2010

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