Bulgarische Türken fühlen sich von ihrem anatolisch-türkischen Arbeitgeber ausgenutzt und hintergangen. Wie können sie als Christen damit umgehen, so dass es dem Willen von Jesus Christus entspricht?
Sehr aufgebracht melden sich Kemal und sein Arbeitskollege zu Wort. Nach dem türkischsprachigen Gottesdienst sitzen sie mit anderen bei einer Tasse Kaffee gemütlich mitten in Frankfurt zusammen. Sie sind zwar Bulgaren, sprechen aber Türkisch. Sie fühlen sich von ihrem Arbeitgeber betrogen. Er zahlt ihre Gehälter seit Wochen nicht aus. Tag für Tag hält er sie hin. Sie können kein Geld an ihre Frauen und Kinder nach Bulgarien schicken. Selbst der sonst so ruhige Kemal beginnt seinem Chef zu drohen. Das tut ihm später Leid. Er hat doch den Islam verlassen und ist Christ geworden. Einer in der Runde erwähnt Psalm 50,15: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.“ Er fordert sie heraus, zu beten und dann auch Gott zu loben für das, was er in dieser schwierigen Lage tun wird. Gleich am darauf folgenden Montag telefoniert Kemal mit den anderen und kann es kaum aussprechen: „Gott brachte meinen türkischen Arbeitgeber dazu, mich anzurufen. Heute hat er uns ausbezahlt! Diesen Menschen konnte nur Gott bewegen. Und er hat’s gemacht!“ Das ist ihnen völlig klar, und sie danken dem lebendigen Gott, der Gebet hört.

Wenn Sie sich über die Not der bulgarischen Türken in Deutschland mehr informieren möchten, empfehlen wir den 30-minütigen ARD-Film: „Deutschlands neue Slums – Das Geschäft mit den Armutseinwanderern“.
Sie finden diesen online bei www.ARD.de Mediathek: im Suchfeld „Slums“ eingeben oder direkt über diesen Link: https://www.youtube.com/watch?v=cD49AaPuZ1s 

Orientierung 2013-04; 05.09.2013
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