Mit meiner Frau befand ich mich auf der Rückreise aus dem Urlaub. In einem Städtchen nahe dem thüringischen Gotha machten wir Halt.

Blass erinnerte ich mich, dass der Name Johann Sebastian Bach mit diesem Ort zu tun haben musste. Wir schlenderten in Richtung Innenstadt, und vor einem Dönerladen bekam meine Frau Lust auf ein Glas Ayran, ein joghurthaltiges Erfrischungsgetränk.

Als wir den Laden betreten, schaut mich der Türke an und meint: „Wir kennen uns?!“ Sogleich liegen wir uns in den Armen. Vor rund 15 Jahren war dieser Mann Gast bei unseren türkisch-christlichen Versammlungen in Wiesbaden gewesen. Er war inzwischen nach Thüringen umgezogen und hatte jegliche Kontaktdaten verloren. Wie freute er sich, uns zu sehen, und wir ebenso. Ganz selbstverständlich bot er uns kostenlos Getränke und später noch eine leckere Pizza an.

Er sagte: „Wenn ich in der Bibel lese, bekomme ich Kraft“. Ob er bereits Christ ist, wissen wir nicht. Ein paar Häuser weiter trafen wir auf ein Ehepaar, das zu einer christlichen Gemeinde gehört. Da stellten wir fest, dass bereits ein anderer Christ dieser Gemeinde einen guten Kontakt hat zu dem Dönerci, dem Dönerverkäufer. Das freute uns.

Welch eine Maßarbeit unseres Gottes! Neben einem Jesus-Film konnten wir ihm bereits etwas zum Lesen schicken.

Orientierung 2013-04; 05.09.2013
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