Traumauslegung für eine Muslima durch Christen einmal ganz praktisch

Schon vor Jahren hatten mein Mann und ich Kontakt zu einer kurdischen Familie. Sie waren Asylsuchende und kamen öfters zu den türkischen Versammlungen. Wir besuchten sie auch in ihrer Baracke. Wir und andere Mitarbeiter nahmen sie mit zum Picknick, versuchten ihnen, auf verschiedene Weise zu helfen und ihnen vor allem die Liebe Gottes nahezubringen.

Einmal erzählte mir die Frau, sie habe von mir geträumt. In ihrem Traum befand sie sich in einem dunklen, kalten Raum. Dann sah sie eine geöffnete Tür, aus der Helligkeit strahlte. Ich stand an dieser Tür, reichte ihr die Hand und zog sie in den hellen Raum hinein. Dann war der Traum zu Ende.

Sie erklärte mir, dass sie jetzt die starke Hoffnung habe, dass ich ihr und ihrer Familie helfen werde, Asyl zu erhalten, um in Deutschland zu bleiben. So könne man diesen Traum doch verstehen.
Darauf antwortete ich, dass ich ihr gern helfen wolle, ins Helle, ins Licht zu kommen. Und gab zu bedenken, ob dieser helle Raum nicht viel eher Gottes Reich sein könne, sein Reich voll Liebe und Licht. Und dass Jesus selbst von sich sagte, er sei das Licht der Welt. So habe sie das noch nicht gesehen, meinte die Kurdin, aber es erschien ihr durchaus einleuchtend.

Die Familie konnte leider nicht in Deutschland bleiben. Sie zog um in ein anderes Land. Wir behielten noch eine Weile Briefkontakt. Ob sie inzwischen den Schritt zu Jesus, dem Licht der Welt, getan haben, wissen wir nicht.

Orientierung 2009-05; 20.11.2009

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