Mobiltelefon: Statussymbol der Jugend

Jugendliche mit Migrationshintergrund sind sich einig: Das neuste und beste Mobiltelefon ist gerade gut genug. In Frankfurt machen deutsche Jugendliche keine Ausnahme. Alle wollen die neusten Mobiltelefone, insbesondere das iPhone, das ihnen SMS, Telefon, Musik, Facebook, E-Mail und Video möglich macht. Je besser das Handy, umso höher steigt das Ansehen in der Gruppe. Erstaunlich viele jugendliche Migranten, die aus sozial schwachen Verhältnissen stammen, leisten sich ein Gerät für 600 Euro und dazu einen Vertrag; beides zusammen kostet momentan im Verlauf von 2 Jahren ca. 1000-2000 Euro. Ein türkischsprechender junger Bulgare wohnt noch mit einigen anderen zusammen in einem Billighotelzimmer. Er hat sich für 400 Euro ein gebrauchtes iPhone geleistet und trägt es immer bei sich: sein Schatz, der Zugang zum Erfolg, Ansehen und eine glorreiche Zukunft. Alles scheint sich in diesem Gerät zu kristallisieren.

Orientierung 2011-03; 01.07.2011

 

Begegnungen auf der Straße

Vor einiger Zeit traf ich wiederholt Jugendliche, die ich als Kinder kennengelernt hatte, auf der Straße. „Hallo, …, schön dich zu sehen! Wie geht es dir?“ – so etwa begann das Gespräch meinerseits. Die Antwort war ein langes Erzählen. Zurück blieb der Eindruck, als ob sie empfanden: ‚Endlich ‚mal jemand, der sich wirklich für mich interessiert…‘ – Meistens gab es auch eine Möglichkeit, auf unseren HERRN hinzuweisen.

Orientierung 2011-03; 01.07.2011

 

Wohn-Gemeinschaft

Vor vielen Jahren – wir wohnten selber sehr beengt – lebte ein junger Mann, den wir aus seinem nordafrikanischen Heimatland kannten, für fünf Wochen mit uns zusammen. In dieser Zeit las er das ganze Neue Testament durch – und sagte irgendwann zu uns: „Ihr lebt ja wirklich damit.“ Inzwischen wohnt er weit von uns entfernt; aber er meldet sich immer wieder einmal bei uns…

Orientierung 2011-03; 01.07.2011

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