Eine ältere weißhaarige Türkin, die schon an vielen dieser Konferenzen teilgenommen hat, sagte zu mir: „Darmstadt ist für mich mein Mekka“! Das heißt, bei diesen Freizeiten fühlt sie sich Gott besonders nah, und es ist der Ort, wo sie geistlich „auftankt“. Auch dieses Jahr führte der Orientdienst über die Ostertage wieder eine Konferenz für türkische Familien in dem schönen Freizeithaus in der Nähe von Darmstadt durch. Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und gehören zum Teil örtlichen türkischen Gemeinden oder Hauskreisen an. Es ist immer wieder ein Wunder und ein Geschenk, dass hier Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund (ehemalige Muslime, Aramäer und Kurden) gemeinsam die Auferstehung von Jesus feiern. Während die Erwachsenen Gottes Wort in ihrer Muttersprache hören, haben die Kinder und Jugendlichen ein Programm in Deutsch. Ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die Mitarbeiter vom Orientdienst bei den Kinderstunden und anderen praktischen Arbeiten. Das Kochen übernehmen die Köchinnen vom Haus; sie versorgen die Gäste mit viel Liebe und Engagement. So übernehmen sie Rezepte aus dem türkischen Kochbuch, um den Teilnehmern etwas Vertrautes anzubieten. Dieses Jahr war eine größere Gruppe aus Nürnberg da. Sogar außerhalb der Veranstaltungen haben sie sich zusammen getan um zu singen. Ja, diese Gemeinschaft mit anderen Gläubigen bedeutet ihnen viel.

EINE ANDERE MITARBEITERIN BERICHTET:
…für die Kinder und Jugendlichen gab es ein paralleles Programm in drei Altersstufen. Die 13 bis 16-Jährigen waren durch Tagesgäste am Samstag zahlenmäßig gut vertreten. Dafür sind wir dem Herrn besonders dankbar. Denn das Jugendalter ist ja erfahrungsgemäß ein „umkämpfter“ Lebensabschnitt, wo auch manche den überlieferten Glauben der Eltern in Frage stellen. Die meisten kommen seit vielen Jahren zur Familienkonferenz und freuen sich, ein­ander wieder zu sehen. Zwischen den Gruppenstunden und abends nach der Versammlung blieb auch genug Zeit für Spiel und Spaß und Austausch, inklusive dem großen Lagerfeuer für die vom Alter her mittlere Gruppe von Kindern, an dem wir auch teilnehmen durften. An diesem Tag hat es geregnet, und noch am Nachmittag war nicht sicher, ob das Lagerfeuer durchgeführt werden kann. Die Kinder haben intensiv für trockenes Wetter gebetet. Ca. um 17.00 Uhr hörte der Regen auf, und da das Holz an trockenem Platz gelagert war, konnte das Feuer gemacht werden. Diese Gebetserhörung war für die Kinder ganz wichtig.

In der Gruppe der Teenies wurde hart gearbeitet: Die meiste Zeit unseres Zusammenseins brüteten wir über dem aufgeschlagenen Wort Gottes. Wir hatten zwei Themen: Das Buch Richter, vor allem das Leben Simsons und die geistliche Waffenrüstung aus Epheser 6, indem wir uns Gedanken über das Gebet machten. Es freute uns von Herzen, wie die Jugendlichen ernsthaft mitdachten und zum Teil sehr tiefgreifende und das praktische Leben der Nachfolge betreffende Fragen stellten. Nun wollen wir dafür beten, dass der Herr den Samen seines Wortes im Leben der Einzelnen aufgehen lässt.

Orientierung 2015-02; 29.05.2015
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