Die Bedeutung des Opferfestes im Islam

Das islamische Opferfest – auf türkisch Kurban Bayrami – findet immer im islamischen Pilgermonat statt, in diesem Jahr vom 31. Juli bis zum 2. August. Millionen von Menschen befinden sich dann in Mekka auf der Pilgerreise, die meisten aber feiern zu Hause.

Das Opferfest gehört neben dem Zuckerfest am Ende des Ramadan zu den wichtigsten Festen der Muslime. Es ist ein Fest der Familie, an dem man sich trifft und gegenseitig beschenkt. In Deutschland können Kinder sich vom Unterricht befreien lassen.

Muslime erklären, dass es eine Erinnerung ist an das Vertrauen, das Abraham Allah entgegen brachte, als er seinen Sohn opfern sollte. Als dieser sah, dass Abraham bereit war, alles zu geben, schickte er ihm einen Widder als Opfer. Muslime betonen Abrahams Vertrauen und seine Opferbereitschaft.

Jede Familie, die es sich leisten kann, opfert zu diesem Fest ein Tier, je nach Vermögen ein Schaf, ein Rind oder ein Kamel. Das Fleisch wird in drei Teile geteilt. Ein Drittel bekommen Verwandte, ein Drittel geht an Bedürftige und ein Drittel isst die Familie selbst. So ist das Teilen und Abgeben ein wichtiger Aspekt dieses Festes geworden. Damit wird auch Kindern die Bedeutung vermittelt.

Die Hoffnung auf Vergebung der Sünden spielt auch eine Rolle. Am Tag vor dem Opferfest fasten die Gläubigen und erhoffen so, dass ihnen die Sünden des vergangenen und des kommenden Jahres vergeben werden.

Wenn wir mit muslimischen Familien im Gespräch sind, freuen sie sich, wenn wir ihre Feste und Traditionen kennen. Beten Sie für Ihre Freunde und Bekannten, dass Gott Gelegenheiten schenkt, mit ihnen über das Thema Opfer und Sündenvergebung zu reden.

Wir haben zu diesem Thema eine kleine Broschüre „Die Bedeutung des Opfers“ in Türkisch, die sie gern bei uns bestellen können.

Der Autor Kamil Musa beschreibt das Opferverständnis bei Juden, Christen und Muslimen. Dann erklärt er den Ursprung des Opfers. Gott selbst hat das erste Opfer gebracht, um Adam und Eva Kleidung zu geben. Anhand einiger Bibelstellen beschreibt er, wie sehr die Sünde uns von Gott trennt, und dass nur ein vollkommenes Opfer uns davon befreien kann. Nicht Fasten, gute Werke oder das Schlachten eines Tieres reichen aus! Allein der Glaube an Jesus Christus zählt.

Auf eine gute Art und Weise und auch sehr direkt wird der Leser eingeladen, die ewige Erlösung in Jesus Christus anzunehmen. Mit Hebräer 9, 27-28 schließt die Broschüre:

“Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist Christus einmal geopfert, um die Sünden vieler wegzunehmen; beim zweiten Mal wird er ohne Sünde denen, die auf ihn warten, zur Rettung erscheinen”.

Dieser Artikel erschien in Orientierung: M #spezial, Ausgabe 20-2