Worauf sind muslimische Flüchtlinge besonders ansprechbar? Worauf sollten wir achten?

RECHT AUF INFORMATION
Jeder Mensch, auch ein Muslim, hat das Recht auf Information über den christlichen Glauben. Das darf ihm niemand nehmen. Nur Christen können diese Information glaubhaft und authentisch weitergeben. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, und mancher Muslim sucht nach einer lebendigen Beziehung zu Gott, wie Christen sie erleben. Für solche wollen wir die facettenreichen Schätze unseres Glaubens auspacken.

FACETTEN DES EVANGELIUMS
Muslime sind sich nicht sicher, ob Allah ihnen wirklich vergibt. Christen vertrauen dem Versprechen: Gott vergibt Schuld, wenn wir sie im Namen von Jesus bekennen. Durch die bewiesene Liebe Gottes, als Jesus am Kreuz für uns starb, gibt es endgültige Gewissheit. Er kann auch die Schuld vergeben, die vor oder bei der Flucht entstanden ist oder erst später im Asylheim!

Meist lehnen Muslime den Sühnetod von Jesus am Kreuz ab und bringen vor, die Bibel sei gefälscht und Jesus nicht der Sohn Gottes. Dazu finden Sie auf www.iman-glaube.de gute Argumentationshilfen. Oder Sie sehen sich selbst ein aufschlussreiches Video an: www.bibelundkoran.com. Es geht nicht um Streitgespräche, sondern um Wahrheit, die in Liebe, freundlich und werbend gesagt wird. Auch Fragen, die wir stellen, Gleichnisse und Beispiele aus dem Alltag regen zum Nachdenken an.

Für Muslime oft wesentliche Facetten des Evangeliums sind: Jesus Christus reinigt uns vollständig von unserem Schmutz. So können wir im letzten Gericht ohne Angst vor Gott treten. Jesus gibt uns einen Ehrenplatz bei Gott. Alle Schande und Unreinheit radiert er aus. Aus der Einsamkeit führt er uns in die Gemeinschaft mit Gott. Über die Macht des Teufels und allen Betrug siegt er. Bieten Sie Ihr Gebet an, wenn Probleme oder eigene Fehler benannt werden. So können die Menschen Gottes verändernde Macht persönlich erfahren. Wichtig ist es in Schamkulturen, niemanden bloß zu stellen. Tiefere persönliche Glaubensgespräche sollten unter vier Augen geführt werden.

KULTURKNIGGE
Menschen aus orientalischen Ländern sind viel mehr auf Beziehung gepolt als wir. Doch es gibt einen ungeschriebenen „Kulturknigge für Christen“. Frauen sollten möglichst nur muslimischen Frauen, Männer anderen Männern näher kommen. Freundlichkeit zwischen den Geschlechtern könnte bereits als Offenheit für eine Partnerbeziehung missverstanden werden. In unserem „Islamführerschein“ sind noch mehr Tipps zusammengestellt: www.orientierung-m.de.

Wer als Christ eine andere Kultur gut kennt oder in ihr aufgewachsen ist, kann sie für uns „übersetzen“. Er weiß, worauf es ankommt, wie gezielt geholfen werden kann. Es lohnt sich, solche „Übersetzer“ als Berater zu suchen. Unsere zeitorientierte und individualistische Kultur ist teilweise einfach anders als eine Kultur, in der man sich über die Gruppe definiert.

ISLAMWISSEN
Wer nach fundiertem Hintergrundwissen sucht, dem empfehlen wir unsere Minikurse Islam. Einzelne Themen werden in aller Kürze behandelt und aus christlicher Sicht bewertet: www.orientierung-m.de. Darüber hinaus lohnt es sich, etwas über das Herkunftsland, seine Geschichte und Werte z. B. bei Wikipedia in Erfahrung zu bringen.