Vom 28. Januar bis 11. Februar 2021

Ein Wort zur Ausgabe 2021:

Wiederholt nehmen weltweit Gläubige diesen Leitfaden in die Hand, um im Glauben für Menschen im buddhistisch geprägten Kulturkreis zu beten. Wir vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes, der Gott im Leben von uns Menschen offenbart, auch bei Buddhisten auf der ganzen Welt.

In den meisten Ländern mit buddhistischer Mehrheit ist die christliche Präsenz bestenfalls sehr klein. Jesus sagte jedoch in Matthäus 17,20: «Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.»

Während Sie durch diesen Leitfaden beten, säen Sie den Samen des Glaubens und verstärken das Strahlen der Zeugniskraft christlicher Mitarbeiter, die ihren buddhistischen Nachbarn das Licht Christi bringen. Sie können diesen Leitfaden während des Jahres jederzeit durchbeten, doch wir empfehlen, ihn besonders vom 28. Januar bis 11. Februar 2021, kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrs am 12. Februar, möglichst zahlreich zu verwenden. Das chinesische Neujahr wird in dieser Zeit in vielen buddhistischen Kulturen gefeiert.

Der Buddhismus ist ein komplexes und vielschichtiges System von Überzeugungen, Praktiken und Kulturen. Dieser Leitfaden versucht nicht, seine Ausdrucksformen erschöpfend zu erklären. Das Ziel dieses Leitfadens ist es, Ihnen einen Einblick in das Leben von Menschen und Jesu Gemeinde im globalen buddhistischen Kulturkreis mit seinen verschiedenen Aspekten zu geben, Sie zu inspirieren, für sie zu beten und sich von Gott ein Herz für diese Menschen geben zu lassen.

 

Woraus bestehen die Lehren Buddhas?
Eine Einführung über den Ursprung der Lehren Buddhas

Buddha fand seine ursprünglichen Gefährten auf der Suche nach Erleuchtung und predigte ihnen seine erste Predigt, in der er die «Vier Edlen Wahrheiten» umriss: 1. Das Leben ist voller Leiden und Unzufriedenheit. 2. Leiden entsteht aus Unwissenheit und Verlangen. 3. Das Leiden kann nur aufhören, indem man Unwissenheit und Verlangen beendet. 4. Der Weg, um Unwissenheit und Begierde zu beenden, führt über den «Mittleren Weg» oder den «Edlen Achtfachen Pfad».

Das Leiden gibt es laut Buddha aufgrund unseres Verlangens nach unbeständigen Dingen. Dieser Wunsch hält uns in einem fortwährenden Prozess des Todes und der Wiedergeburt durch die Täuschung gefangen – das eigene Selbst gilt als Illusion. Der einzige Weg, um aus dem endlosen Kreislauf der Wiedergeburten herauszukommen, besteht darin, den «Edlen Achtfachen Pfad» zu gehen, Extreme zu vermeiden und mit richtigem Verständnis, richtigem Denken, richtiger Sprache, richtigem Verhalten, richtigem Lebensunterhalt, richtiger Anstrengung, richtiger Achtsamkeit und schließlich richtiger Konzentration zu leben. Das Ende des Weges ist nicht die ewige Gemeinschaft mit Gott, sondern – wie die Flamme einer Kerze, die gelöscht wird – ein Zustand, in dem das Verlangen beendet wird. Dies geschieht durch Selbstanstrengung; einen höchsten Schöpfergott, wie er in der Bibel erwähnt wird, lehnt der Buddhismus ab.